Nach Ansicht von Polen muss Russland den Zustrom von Kämpfern in die Ukraine bremsen

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Radoslaw Sikorski, Sergej Lawrow, Frank-Walter Steinmeier

(pravda.com.ua, eurointegration.com.ua – 10.6.2014 – Übersetzung)

Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Polens glaubt, dass die Zeit für einen Dialog zwischen der Ukraine und der Russischen Föderation gekommen ist, die Ukraine aber ein Recht auf Gewaltanwendung gegen bewaffnete Kämpfer hat.

Polens Außenminister Radoslaw Sikorski teilte seine Ansichten während einer Pressekonferenz zum Abschluss des trilateralen Treffens der Außenminister von Deutschland, Polen und Russland in Sankt Petersburg am 10. Juni mit, berichtet die Ukrainska Prawda unter Berufung UNIAN.

“Polen unterstützt den Dialog und setzt sich für eine politische Lösung ein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass wir glauben, dass die Ukraine, die ein souveränes Land ist, kein Recht auf den Einsatz von Gewalt gegen illegale bewaffnete Kräfte hat, die die Situation im Land zu destabilisieren versuchen,” sagte er.

“Wenn Russland wirklich eine Deeskalation der Krise in der Ukraine erreichen will, dann sollte es vor allem den Zustrom von Separatisten und die Lieferungen militärischer Ausrüstung über die russisch-ukrainische Grenze eindämmen”, sagte Sikorski, wie die Gazeta Wyborcza zitiert.

Laut Sikorski müssen die Fragen hinsichtlich der Kompetenzen lokaler Behörden und die Frage der Sprachenrechte in der Ukraine mit Methoden geklärt werden, die mit der Verfassung der Ukraine vereinbar sind, und nicht mit Hilfe von “Raketen und Maschinengewehren, wie die Separatisten es versuchen”.

“Ich glaube, dass die Zeit für den Dialog gekommen ist,” sagte er und fügte hinzu, dass die Wahl des neuen Präsidenten der Ukraine eine Lösung für die Situation erleichtern wird und gleichzeitig die richtigen Bedingungen für neue Verhandlungen zwischen der Russischen Föderation und der Ukraine geschaffen hat.

“Wir glauben, dass der Präsident in der Lage ist, die Ukraine zu vereinigen, wie er es in seiner Antrittsrede, von der ein Teil auf Russisch war, bewiesen hat,” sagte Sikorski.

Sikorski wies auch darauf hin, dass Polen das einzige EU-Land ist, das Grenzen sowohl mit der Ukraine als auch Russland hat. Aus seiner Sicht ist dies Grund genug für Polen, den Konflikt zwischen den beiden Ländern als einen zu betrachten, der auch die Interessen von Polen beeinflusst.

“Deshalb wollen wir, dass alles so schnell wie möglich und friedlich gelöst werden kann. Wir sind froh, dass zwischen der Ukraine und Russland ein Dialog (unter Vermittlung der OSZE) begonnen hat,” sagte er.

Nach dem Treffen erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow Russlands Bereitschaft, bei einem Dialog zwischen den Ukrainern über die zukünftige Struktur der Ukraine zu vermitteln.


Englische Übersetzung: http://euromaidanpr.com/2014/06/10/poland-says-russia-must-curb-influx-of-militants-to-ukraine/

Quellen:

One thought on “Nach Ansicht von Polen muss Russland den Zustrom von Kämpfern in die Ukraine bremsen

  1. Erstens sind dies keine Separatisten sondern Terroristen. Zweitens wollen diese Terroristen keine Sprachenprobleme mit Raketen und Maschinengewehren klären. Und drittens soll Russland endlich die Krim wieder zurückgeben, damit der Völkerrechtsfriede hergestellt wird.

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