Frankfurt 11.6. Kurzfilmreihe #Babylon’13 “From the Front Lines of the Ukrainian Revolution”

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Sehr geehrte Damen und Herren,

der ukrainische Verein “Wir Sind Ukrainer e.V.” (www.wsu-ev.de) lädt Sie und Euch herzlich zur Filmsvorführung ein:

am 11.06.2014, 19:30 Uhr im Klub Circus (Bleichstr. 46, 60313 Frankfurt)

zeigen wir Auszüge aus der Kurzfilmreihe “Babylon 13/Cinema of Civil Protest” (http://babylon13.com/en/) und diskutieren darüber mit dem russischen Regisseur Cristian Jereghi.

Cristian Jereghi war in der heißesten Phase des Konfliktes auf der Krim, sowie filmte noch bis vor kurzem in Slawiansk (Ostukraine) und Umgebung. In Frankfurt präsentiert er u.a. seinen neuen Kurzfilm darüber “Slawiansk. Presentiment”.

Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf Ihre Spende! Es besteht die Möglichkeit Getränke an einer Bar zu erwerben. Die Diskussion findet auf Englisch statt. Kurzfilme werden auf Ukrainisch/Russisch mit englischen Untertiteln gezeigt.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Quelle: Ankündigung auf Facebook

Odessas Künstler und Intellektuelle schreiben an Deutschland

Voices of Ukraine

4. Juni 2014 um 14:57

Über das Büro von Marie Luise Beck (MdB, Grüne) erreicht uns dieser Brief. Er macht betroffen und rüttelt auf.

(Arbeitsübersetzung)

An die deutsche Öffentlichkeit!

Wir wenden uns heute an Sie als Vertreter der Initiativgruppe des Forums der odessitischen Intelligenz. Unsere Stadt wird in diesem September 220 Jahre alt. Vom ersten Tag ihrer Existenz an war sie eine wahre europäische Stadt. Nach einem Erlass der aufgeklärten russischen Kaiserin Katharina der II., die bekanntlich im Briefwechsel mit Voltaire stand, wurde Odessa als eine Stadt des Handels, der Wissenschaft und der Kunst gegründet und von Anfang von Europäern besiedelt. Neben Russen, Ukrainern und Juden lebten dort Franzosen, Italiener, Deutsche, Griechen, Polen und Vertreter anderer zivilisierter Nationen, und trugen gemeinsam zu ihrer Blüte bei. Spricht man über die Rolle der Deutschen in der Geschichte unserer Stadt, so trägt einer der Stadtbezirke, in dem die deutschen Siedler wohnten, nach wie…

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Aus den sozialen Netzen: Querfront / Russland-Verflechtungen als Schaubilder

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Blogger criticusnixalsverdruss: Von Putin und seinem Chef-Propagandisten Kisseljow bis hin zu Augstein, Eva Herman, Scholl-Latour und Sarrazin: Eine interessante Graphik über mediale Verflechtungen

Quelle: http://criticusnixalsverdruss.files.wordpress.com/2014/05/propagramm3.jpg
Diskussion auf der Facebook-Seite des Putin-Biographen Boris Reitschuster

Der Blog: http://criticusnixalsverdruss.wordpress.com/

 

Quelle: Facebook-Post von Robert Vernauer für GenFM


Primärquellenliste:

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The Guardian: Hört auf damit, aus der Ukraine einen Konflikt Moskau gegen Washington zu machen

oliverUns wird erzählt, dies sei eine geopolitische Auseinandersetzung statt eines Versuchs von gewöhnlichen Ukrainern, den Oligarchen die Kontrolle über ihr Land wegzunehmen

Oliver Bollough – The Guardian – 19. Mai 2014

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Eine Gruppe von Maidan-Wachen vor dem Parlamentsgebäude in Kyiw Foto: Gail-Orenstein/Demotix/Corbis

Wer behauptet, die Ukraine-Krise sei ein Kampf zwischen Russland und dem Westen liegt falsch. Das ist ein fauler Trick, der von unwissenden Menschen wiederholt wird, aber er verursacht eine echte Tragödie, über die wir alle besorgt sein sollten.

Die Geschichte der Krise der Ukraine begann nicht erst im Februar mit Wiktor Janukowytschs Flucht, sondern im Jahr 1991 mit der Unabhängigkeit. Wild entschlossen, dem Kommunismus ein Ende zu setzen, verkauften Privatisierer die staatlichen Vermögenswerte so schnell wie sie konnten. Es kümmerte sie nicht, wer was bekam; sie wollte nur, dass es ausschließlich Privateigentum gab. Sie dachten, die neuen Besitzer würden auf ihre Rechte bestehen und damit eine stabile Gesellschaft erschaffen, die von einem Rechtsstaat regiert wird.

Es war der Westen, der diesen Traum zerstört hat. Indem sie ihren Reichtum ins Ausland verschoben – nach Österreich, in die Karibik oder die verschiedenen Steueroasen unter britischer Herrschaft – konnten ukrainische Immobilienbesitzer sich westliche Eigentumsrechte zunutze machen,und gleichzeitig vom Chaos zu Hause profitieren. Das stellte die Berechnungen der Privatisierer auf den Kopf.

Die ukrainischen Industriebranchen schnappten sich Insider, insbesondere die mächtigen Business-Clans in den Städten Donezk und Dnipropetrowsk. Sie kämpften um die Kontrolle der Regierung in Kyiw, aber alle hatten das gleiche grundlegende Interesse: das Chaos zu verewigen. Je länger die Ukraine im Chaos war, desto reicher wurden sie.

Da ging es nicht um Russland gegen den Westen; jeder machte mit. Schauen Sie auf die unnötige von Dmitry Firtasch im Jahr 2004 gegründete Vermittler-Firma, die Gas aus Russland kauft und in der Ukraine verkauft und damit mehr als 600 Millionen Dollar im Jahr macht. RosUkrEnergo war ein West-Ost-Joint-Venture: Die Hälfte gehörte der russischen Gazprom, die anderer Hälfte einer österreichischen Bank. Jeder Dollar, der damit verdient wurde, war ein Dollar weniger für die Ukrainer.

Einige wollen Sie glauben machen, Janukowytsch sei ein demokratischer, pro-russischer Präsident gewesen, der von westlichen Spionen gestürzt wurden – aber er “besaß” seine Paläste und seinen Jagdsitz über das britische Unternehmen Shell, und die Vermögenswerte seines Sohnes waren in den Niederlanden und der Schweiz registriert. Die Ukraine war ein moderner Prometheus, gefesselt an den Boden, während die Geier aller geopolitischen Überzeugungen kameradschaftlich seine Leber pickten.

Die Korruption war obszön. Die Ukraine besitzt Europas zweithöchste HIV-Rate, mit 230.000 mit dem Virus infizierten Ukrainern, jedoch wurde 2012 und 2013 mehr als ein Fünftel des Budgets für anti-retrovirale Medikamente durch manipulierte Auktionen unterschlagen, Anti-Korruptions- Aktivisten schätzen, dass 30% des jährlichen Beschaffungsbudgets gestohlen wurde: das sind 15 Milliarden Dollar im Jahr, die gleiche Summe, die die Ukraine nun vom IWF erbetteln muss. In den drei Jahren von Janukowytschs Herrschaft wurde sein Sohn zum zweitreichsten Mann der Ukraine. Und Janukowytsch inhaftierte Julia Tymoschenko, eine politische Rivalin, die gegen ihn als Präsidenten kandidiert hatte, um zu zeigen, wie stark er war.

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Anne Will liebt es Russisch

By Thomas C. Theiner

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Anne will es Russisch

Heute Abend wird auf NDR die neueste Ausgabe der Talk Show von Anne Will ausgestrahlt. Thema: “Geiseln, Terror, Kriegsgefahr – Ist die Ost-Ukraine außer Kontrolle?”, aber es werden keine Ukrainer zu Wort kommen. Continue reading

Der Spiegel über die wertlose Ukraine

Von Thomas Theiner (deutsch von Euromaidan PR auf Deutsch)

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Foto: Augstein, Verleger des Spiegel, hatte seinen inneren Ribbentrop

Der Spiegel ist ein Lügen verbreitendes, Propaganda spuckendes, ehemals “journalistisches” Produkt, das einstmals noch Ethik, Moral und Professionalität hatte, aber nun so schnell, so tief sinkt, dass man kaum noch anständig den Absturzes des Spiegels in die Kanalisation verfolgen kann.

Ja, ich bin wütend, und es gibt einen Grund dafür: Der Spiegel veröffentlicht heute ein äußerst tendenziös Stück, in dem er die Ukraine mit syrischen Dschihadisten in Verbindung bringt, ein Stück von dem ich dachte, es wäre nur schwer mit noch schädlicherem Inhalt zu toppen … aber der Spiegel hat es geschafft, genau dies zu tun – und in weniger als drei Stunden!

Das neue Teil stammt von Jakob Augstein, der regelmäßig uninformiertes, kaum logisches Geschwafel mit antisemitischen Untertönen veröffentlicht. Dieses Mal hat er über die Ukraine geschrieben … oder, wie er sagt, die “wertlose Ukraine.” Sein Argument lautet, dass die Ukraine ist es nicht wert sei, eine Konfrontation mit Russland zu riskieren, deswegen sollte der Westen sich zurückziehen und die Ukraine Putin überlassen. Die ukrainischen Menschen kommen in seinen Ansichten nicht einmal vor, für ihn ist es nur wichtig sicherzustellen, dass sein heiliger Fürst im Kreml die Ukraine gewinnt, von Sanktionen unberührt bleibt und damit irgendwann mal in andere Länder einfallen kann.

Einige Auszüge aus kranken Geist dieses Schwachkopfs:

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“Der Spiegel” lügt über die Ukraine

Das deutsche Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” war schon immer bekannt für seine voreingenommen Berichte, aber ein aktueller Artikel in der Printausgabe hat neue Höhen der Propaganda und Verleumdung erreicht.

Derzeit folgt “Der Spiegel” der Linie des Kreml und veröffentlicht einen Bericht nach dem anderen, in dem er die Ukraine, das ukrainische Volk und die ukrainische Regierung beschmutzt, während er die Aktionen und Ideologie Putins mit Schönfärberei darstellt. Der kürzliche erschienene Artikel “Halbautomatische Gewehre: Ukraine wickelt Waffengeschäfte über Deutschland ab” http://www.spiegel.de/politik/deutschland/ukraine-liefert-waffen-an-deutschland-kommen-gewehre-nach-syrien-a-966351.html ist ein eklatantes Beispiel für den bösartigen Umgang mit der Wahrheit.

Basierend auf fadenscheinigen Informationen berichtet der Artikel, dass das ukrainische Staatsunternehmen Ukroboronprom halbautomatische Gewehre nach Deutschland exportiert hat, aber schon im Eingangsabsatz gibt “Der Spiegel” den Ton an mit der Frage: “Kommen sie im Syrien-Krieg zum Einsatz?” Und fährt dann fort, die Ukraine mit einem deutschen Dschihadisten und seinem Selbstporträt mit einem abgetrennten Kopf in Syrien in Verbindung zu bringen.

Die einzige feststehende Tatsache im gesamten Artikels ist, dass “der ukrainische Staatskonzern Ukroboronprom halbautomatische Gewehre des Typs SKS Simonow in die Bundesrepublik” exportiert. Denken Sie daran, das ist die Tatsache . Von dort wird das Märchen des “Spiegel” weiter gesponnen. Anstatt zu erwähnen, dass es sich bei dem SKS-Gewehr um ein veraltetes sowjetisches Gewehr aus dem Jahre 1945 handelt, das von keiner Armee der Welt mehr eingesetzt wird, oder über die Anzahl in Frage kommenden Gewehre zu berichten, stellt “Der Spiegel” weiter fest: “Wo die Waffen in Deutschland landen, verschweigt das Außenamt. Die Gewehre, heißt es ausweichend, würden “zum Zwecke der Modifikation” nach Deutschland geliefert.” Beachten Sie die Implikation, dass das Auswärtige Amt Informationen “verschweigt” und die negativen Beschreibung, dass das Auswärtige Amt “ausweichend” geantwortet habe.

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Boris Reitschuster: Offener Brief an ZAPP/ARD

Boris Reitschuster, deutscher Journalist und Putin-Biograph:
Offener Brief an ZAPP/ARD
zur Sendung http://www.ardmediathek.de/ndr-fernsehen/zapp/immer-auf-putin-breite-kritik-an-medien?documentId=20845808

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

in 16 Jahren Moskau hatte ich beim Betrachten des russischen Fernsehens regelmäßig den Eindruck, ein völlig irreales, verzerrtes Bild der Realität vorgespiegelt zu bekommen, und fühlte mich wie in einem Kafka-Roman (http://on.fb.me/1eQ07cg).

Bei Ihrem Beitrag “Immer auf Putin” ging es mir jetzt in der ARD so.

Sie klagen in dem Film über Verletzung journalistischer Grundsätze – und verletzen diese selbst:

1.) Sie lassen nur Vertreter Ihrer These, die deutschen Medien berichteten einseitig, zu Wort kommen. Gegner dieser These werden nicht befragt. Dabei gibt es diese zuhauf. Mir etwa fällt seit Wochen auf, wie breiten Raum die Moskauer Propaganda in unserer Berichterstattung erhält und wie sie oft nicht hinterfragt wird.

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