Terroristen foltern Euromaidan-Aktivisten zu Tode

Quelle: pravda.com.ua, 15.6.2014 (Übersetzung aus dem Ukrainischen)

1d8298c-reshetnak.jpg.pagespeed.ce.pyTWlgskVFIn Luhansk wurde Olexander Reschetnjak, ein Aktivist des Luhansker Euromaidan, nach zweitägiger Folter im Gebäude des Sicherheitsdienstes von Luhansker Terroristen erschossen.

Dies wurde von [dem Luhansker Journalisten und Mitglied der unabhängigen Ukrainischen Arbeitergewerkschaft; der Üb.] Wsewolod Filimonenko über Facebook mitgeteilt.

“Nach zweitägiger Tortur im Gebäude des SBU [ukr. Sicherheitsdienst; der Üb.] und schließlich einer durchdringenden Schusswunde im Rücken, hat Sascha [Rufname von Olexander; der Üb.] noch drei Tage in der Reanimationsabteilung des Luhansker Regionalkrankenhauses um sein Leben gekämpft. Kämpfer der Luhansker Volksrepublik (LVR) hatten Reschetnjak gefoltert, um an Informationen über die Stellungen der ukrainischen Armee und des patriotischen Bataillons “Aydar” zu kommen.”, erklärte Filimonenko.

Ihm zufolge wurde Reschetnjak von den Kämpfern, nachdem sie von ihm keine nützlichen Informationen erhalten hatten, “einfach in den Rücken geschossen”.

“In ihrem Bericht an die Leitung der LVR schrieben die Folterknechte, dass er bei einem Fluchtversuch verwundet wurde. Zu diesem Zeitpunkt war Saschas Fuß bereits gebrochen und im Gips, er konnte nur auf Krücken gehen. Was für eine Flucht?” schloss Filimonenko.

Wie bereits gemeldet, wurde der zivilgesellschaftliche Aktivist Oleksander Reschetnjak am 10. Juni in Luhansk entführt. Nach zwei Tagen wurde er freigelassen und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Wie seine Bekannten betonen, hat sich Reschetnjak “niemals für Politik im direkten Sinne interessiert, das einzige, wogegen er kompromisslos ankämpfte, war die Behördenwillkür.”

Quelle: http://www.pravda.com.ua/news/2014/06/15/7029101/

Über Wahrheit und Ungerechtigkeit: Ergebnisse der Strafverfahren gegen die Täter, die Mykhaylo Havryliuk gefoltert haben

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Heute wurden vor dem Amtsgericht des Bezirks Petschersk in Kyiw in zwei Fällen über den Machtmissbrauch im Dienst gegen die Offiziere der Streitkräfte des Innenministeriums D. W. Kravetz und L. W. Lomonos verhandelt, die während der Ereignisse des Euromaidan in Ausübung ihrer dienstlichen Aufgaben rechtswidrige Handlungen zum Schaden der Menschenwürde sowie tätliche Gewalt und Folter gegen Mychaylo Havryljuk begangen haben. Der Fall hat nach einem Video von der brutalen Behandlung von Havryliuk große Resonanz nach sich gezogen.

Beide Gerichtsverfahren endeten mit der Genehmigung der Vergleichsvereinbarungen: ein Jahr Bewährung mit einem Verbot der Betätigung bei den Strafverfolgungsbehörden und eine Verpflichtung, sich bei dem Opfer schriftlich zu entschuldigen.

Wenn man zwischen den Zeilen liest, zeigt dies bei dem Opfer eine beeindruckende Fähigkeit, zu vergeben.

Quelle: Ozon/Озон – громадське спостереження’s Facebook
Englisch: http://euromaidanpr.com/2014/05/27/on-truth-and-iniquity-results-of-proceedings-in-the-case-against-mykhaylo-havryliuks-abusers/

Milana – 14 Tage in der Hand von Terroristen

24.5.2014 society.lb.ua (weitere Quellen am Ende des Artikels)
Übersetzung aus dem Russischen

Milana Omeltschuk verbrachte 14 Tage in der Geiselhaft der sogenannten “Separatisten” in der Ostukraine. Sie wirkt so, als müsste sie ununterbrochen lächeln, aber in Wahrheit hat sie fürchterliche Kopfschmerzen und erträgt kein helles Licht mehr. Ihr Atmung ist unregelmäßig. Während ihrer Gefangenschaft wurde sie geprügelt und immer wieder spritzte jemand ihr unbekannten Substanzen, man kann an ihren Armen die Spuren dieser Injektionen noch deutlich erkennen. In diesem Folterzimmer sah sie auch viele andere Gefangene, durchweg Männer die man alle dem „Rechten Sektor“ zuschrieb – genau wie sie auch. Über das Schicksal dieser männlichen Gefangenen ist derzeit nichts bekannt.

Milana ist professionelle Fotografin und ein engagierter Bürger ihres Landes. Sie war wie viele andere Ukrainer auch im Winter auf dem Maiden gewesen. Nach Donetsk war sie gereist um selbst mit den Menschen dort sprechen zu können und um sich ein eigenes Bild von der Lage dort zu verschaffen. Sie wurde mitten im Zentrum von Donetsk am 5. Mai gekidnappt und einem schwarzen Kleinbus entführt.

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Foto: Maria Lebedewa

Wie lief deine Gefangennahme ab?

Ich wollte gerade zum Bahnhof aufbrechen. Ich sah, dass vor dem Haus in dem ich wohnte, ständig Leute in schwarzen Uniformen patrouillierten. Ich passte einen freien Moment ab und ging los. Ich hatte meine Tasche mit der Kamera dabei, wie immer.
Ich ging eine Hauptstraße entlang, ich weiß nicht welche genau das war. Plötzlich fuhr ein schwarzer Kleinbus auf meine Höhe, die Türen waren offen, und man zerrte mich da rein. Dann begriff ich das eben diese Leute dort wo ich gewohnt hatte als Wachen aufgetreten hatten. Sie waren alle groß und athletisch. Der Bus waren innen leer , ganz ohne Sitze. Man zog mir sofort einen schwarzen Sack über den Kopf.

Was geschah im Kleinbus weiter?

Keiner sagte ein Wort. Ich hatte große Angst. Dann hielt der Bus an , sie stiegen für 15 Minuten aus. Sie stiegen wieder ein, und plötzlich schlug mir jemand von hinten auf den Nacken. Danach wurde ich in einen Raum gebracht. Meine Arme waren hinter dem Rücken gefesselt und meine Augen mit einer Binde verdeckt.

Waren da noch andere Leute?

Ja. Da waren andere wie ich auch.

Und was taten die?

Alle saßen schweigend da. Wir durften uns auf keinen Fall unterhalten.

Gab es einen Wachmann?

Ja, die ganze Zeit über.

Was für Befehle erteilte man Euch?

Sobald ihr Anführer „Spezialist“ reinkam, mussten alle die Augen zumachen.

Wurdest du auch verhört?

Ja, sie fragten mich aus, wollten wissen woher ich gekommen sei. Aber die ganzen ersten 24 Stunden geschah gar nichts ich musste einfach nur dasitzen.

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Foto: Maria Lebedewa

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RFE/RL: In der Ostukraine ist Folter eine neue Waffe

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(Englisches Video) Der ukrainische Bergmann Oleksandr Hurow beschreibt seine Behandlung in den Händen der Rebellen- Entführer: “Er brachte eine Glühbirne, zersplitterte das Glas mit einem Messer und begann mein Tattoo abzukratzen.”

Claire Bigg, RFE/RL, 21. Mai 2014
Übersetzung aus dem Englischen

In dem Moment, als er eine separatistische Fahne vom Hauptregierungsgebäude in seiner ostukrainischen Heimatstadt Novohradovka herunterriss, wusste Oleksandr Hurow, dass ihm Ärger bevorstand.

Die Vergeltung war schnell und rücksichtslos.

Zwei Wochen später liegt der 36-jährige Bergarbeiter mit einem gebrochenen Kiefer, einem Nasenbeinbruch, Risswunden am Arm und gebrochenen Rippen in einem Krankenhaus in Kyiw.

“Sie schlugen mich nonstop”, sagte er RFE/RL. “Ich lag auf dem Boden; … Sie haben mich getreten und mit einer Pistole auf den Kopf geschlagen. Einer von ihnen hielt meinen Arm ausgestreckt, während ein anderer darauf sprang. Von Zeit zu Zeit wurde ich ohnmächtig, das war gut so, weil ich dann den Schmerz nicht mehr ertragen musste.”

Hurow sagt, seine Angreifer nannten ihn “Verräter”, und versuchten, ihm die nationalistische Tätowierung (mit den Worten “Ehre der Ukraine, Ruhm den Helden”) am Oberam abzukratzen – mit den gezackten Rändern einer zertrümmerten Glühbirne.

Hurows grausige Geschichte ist eine, die einem im Osten der Ukraine zunehmend vertraut vorkommt, dort wo den pro-russischen Separatisten eine Vielzahl von Entführungen und Folter vorgeworfen wird, mit der sie versuchen, ihre Herrschaft über die Region zu festigen.

Sie haben die Geiselnahmen einfach so zugegeben, denen örtliche Beamte zum Opfer fielen, aber auch pro-ukrainische Aktivisten, Journalisten, Mitglieder ausländischer Beobachtungsmissionen, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen und ganz allgemein alle, die für Kritiker an den im letzten Monat gebildeten selbsternannten “Volksrepubliken” in den Regionen Donezk und Luhansk gehalten werden.

Und mit der immer besser werdenden Organisation der separatistischen Bewegung scheinen die Entführungen immer systematischer und methodischer zu werden.

“Ich würde das nicht Einzelfälle nennen, wir können auf jeden Fall ein Muster erkennen,” sagt Anna Neistat von Human Rights Watch (HRW), die vor kurzem in die Region Donezk reiste, um die Entführungen zu untersuchen. “An jedem einzelnen Tag erhielt ich Berichte über eine weitere Person, die entweder entführt oder nach Schlägen und Folter in der Gefangenschaft wieder freigesetzt worden war,” sagt sie.

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Ukraine: Ehemalige Gefangene beschreiben brutale Prügel

Euromaidan Wache Berlin

Kiew-feindliche Kräfte sollen Entführungen beenden und Gefangene freilassen
6. Mai 2014

Pressemitteilung von Human Rights Watch

(Donezk) – Die selbsternannten Behörden im Osten der Ukraine sollen unverzüglich alle Personen freilassen, die sich in ihrer Gefangenschaft befinden, und Entführungen durch bewaffnete Kräfte, die in ihrem Namen handeln, beenden. Das Schicksal Dutzender Gefangener ist weiter ungewiss. Freigelassene Häftlinge berichteten gegenüber Human Rights Watch über brutale Prügel während ihrer Haft.

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