“Right Sector” Will Remove Barricades and Tents from Maidan

They want to turn Maidan into an “Idea Generator,” only leaving representatives of artistic circles there. 

The party “Right Sector” intends to put Maidan Nezalezhnosti in order – remove the barricades and unblock the roads in the centre of Kyiv. This was stated by member of the political council of the party, head of the Kyiv organisation “Social-National Assembly” (Right Sector – East) Igor Krivoruchko, reports “Interfax.”

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Was hat der Maidan bis jetzt erreicht?

Quelle: Facebook-Seite Это Киев, детка (Типичный Киев), 27.5.2014

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(Red.: unter “Maidan” versteht man hier die allukrainische Bewegung – und nicht nur den Unabhängigkeitsplatz im Zentrum von Kyiw)

1. Die Verfassung von 2004 ist wiederherstellt worden
(Red.: eine parlamentarisch-präsidiale Regierungsform, zuvor war es umgekehrt, was dem Präsidenten erlaubte, alleine dubiose Entscheidungen zu treffen)
2. Mezhyhirja (Villa von Janukowytsch) und die Anwesen anderer Politiker, die mit vom Volk geklauten Geld gebaut wurden, wurden beschlagnahmt.
3. Die Korteges der Beamten (eskortierte Autokolonnen) sind von den Straßen verschwunden.
4. Die politischen Gefangenen sind wieder frei.
5. Die unrechtmäßig Verurteilten sind auch frei (Pawlytschenko, Saporoschez u.a.).
6. Die Zäune und Absperrungen rund um das Regierungsviertel sind abgebaut worden.
7. Die Sondereinheit der Polizei “Berkut” ist aufgelöst worden.
8. Die Ukraine (weiter UA) hat eine Einladung, der EU beizutreten, bekommen.
9. Die Gaseinkäufe von Russland wurden heruntergefahren, stattdessen kauft die UA das Gas in Europa.
10. Die UA hat 1 Mrd. € Finanzhilfe und 10 Mrd. € Kredit zum minimalen Zinssatz von der EU bekommen.
11. Die hochrangigen Politiker fliegen zu ihren Dienstterminen in der Economy-Klasse.
12. Die Maidan-Aktivisten waren zu Besuch bei Jazenjuk und Tymoschenko zu Hause, um zu gucken, wie sie leben.
13. Die EU hat die Grenzen für ukrainische Waren und Dienstleistungen geöffnet (das Assoziierungsabkommen).
14. Einige russische TV-Sender sind in der UA verboten worden.
15. Die Armee wurde in die Nationalgarde umfunktioniert.
16. Die Luxuskarossen der Ex-Politiker werden versteigert.
17. Dutzende Lenin-Denkmale wurden gestürzt.
18. Der politische Teil des Assoziierungsabkommens wurde unterschrieben.
19. Die UA hat 1,6 Mrd. $ Finanzhilfe von den USA bekommen.
20. Die ukrainischen Rüstungsbetriebe sind mit Aufträgen von der Regierung für das ganze Jahr überhäuft.
21. Die UA beschloss, aus der GUS herauszutreten.
22. Es wird ein Visaverfahren mit Russland vorbereitet.
23. Es wurde ein Dekret über die Bekämpfung der Raubüberfälle auf Klein- und Mittelunternehmer unterschrieben.
24. Die Staatsverschuldung wurde um 10% reduziert.
25. Japan gibt der UA 10 Mio. $ Kredit für zehn Jahre mit dem Zins von 0,1%.
26. Die heutige Regierung hat 158 Beschlüsse der vorherigen rückgängig gemacht.
27. Die Recycling-Gebühr für importierte Autos wurde aufgehoben.
28. Es wurden kriminelle Machenschaften der NaftoGas“-Gruppe aufgedeckt, die Kurtschenko gehörte.
29. Es wurden die notwendigen Gesetze für ein visumfreies Reisen der Ukrainer in die EU, voraussichtlich ab 2015, verabschiedet.
30. Der Zugang zu den öffentlichen Informationen ist vereinfacht worden.
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Wie geht es weiter mit dem Maidan?

(Quelle: tvi.ua, 27.5.2014 – Zusammenfassung)

kreshchatikKaum wurde bekannt, dass Klitschko die Mehrheit der Stimmen für den Posten des Bürgermeisters von Kyiw bekommen hat, ist er mit einer Erklärung aufgetreten, die Regierung sei lustriert worden, der Maidan solle sich auflösen, alles sei vorbei.
Er war sogar auf dem Maidan. Aber die Menschen sind empört – er hat die Kyiwer aber nicht um Rat gefragt. Eine der Aktivistinen hat ihm vorgeschlagen, so zu arbeiten, dass der Maidan sich von alleine auflöst, und es nicht mit Gewalt zu versuchen.

Viele der Maidan-Aktivisten sagen, dass die neue Regierung versucht, sie zu bestechen. Ihnen werden Summen von 50 000 bis zu 100 000 Hrn. (5 000 € bis 10 000 €) angeboten, damit sie weggehen.

Viele sagen, sie sind auf den Maidan nicht nur gegen Janukowytsch herausgekommen sondern auch gegen die Korruption an sich. Und sie wollen so lange bleiben, bis sie erkennbare Fortschritte sehen; auch wenn Janukowytsch weg ist, ist sein Erbe aber immer noch da. Wenn aber die neue Regierung die Versprechen nicht einhält, wird es noch einen Maidan geben.

Der Maidan ist ein Staat in einem Staat geworden. Für viele ist er zu einem Heim geworden, nachdem sie alles verloren haben. Dort leben auch Flüchtlinge von der Krim und aus den östlichen von den Terroristen besetzten Gebieten.

Es wurde ein Zentrum für die Unterbringung der Betroffenen gegründet.

Die Geschichte eines Helden

Quelle: EuromaidanPR auf Facebook

Viele verletzte Maidan-Aktivisten werden im Ausland behandelt. So auch Vladimir Goncharovsky, der in einem deutschen Bundeswehrkrankenhaus operiert wurde und jetzt dort eine Therapie durchläuft.

Am vergangenen Wochenende haben wir, einige Aktivisten des “EuromaidanPR auf Deutsch”, die Möglichkeit gehabt, Wolodymyr in Deutschland zu besuchen.

Er wurde in der Instytutska Str. am 20. Februar von zwei Kugeln in die Wirbelsäule getroffen und war gelähmt. Die deutschen Ärzte waren überzeugt, dass er für den Rest seines Lebens behindert bleiben wird. Nur zufällig wurde bemerkt, dass Wolodymyr noch ein bisschen Gefühl in seinem rechten Arm hatte, und er wurde danach dann mehrfach an der Wirbelsäule, beiden Beinen und am rechten Arm operiert.

Seit dem geht es Volodymyr mit jedem Tag besser und besser. Selbst die Ärzte sind erstaunt, dass er schon langsam laufen, viele Übungen machen und unter anderem am Heimtrainer Fahrrad fahren kann. Längere Strecken schafft Wolodymyr nur mit dem Rollstuhl, aber er hat sich ein Ziel gesetzt, schon in einem Monat nur mit einem Rollator zu laufen, und den Rollstuhl nie wieder benutzen zu müssen. Continue reading

Über Wahrheit und Ungerechtigkeit: Ergebnisse der Strafverfahren gegen die Täter, die Mykhaylo Havryliuk gefoltert haben

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Heute wurden vor dem Amtsgericht des Bezirks Petschersk in Kyiw in zwei Fällen über den Machtmissbrauch im Dienst gegen die Offiziere der Streitkräfte des Innenministeriums D. W. Kravetz und L. W. Lomonos verhandelt, die während der Ereignisse des Euromaidan in Ausübung ihrer dienstlichen Aufgaben rechtswidrige Handlungen zum Schaden der Menschenwürde sowie tätliche Gewalt und Folter gegen Mychaylo Havryljuk begangen haben. Der Fall hat nach einem Video von der brutalen Behandlung von Havryliuk große Resonanz nach sich gezogen.

Beide Gerichtsverfahren endeten mit der Genehmigung der Vergleichsvereinbarungen: ein Jahr Bewährung mit einem Verbot der Betätigung bei den Strafverfolgungsbehörden und eine Verpflichtung, sich bei dem Opfer schriftlich zu entschuldigen.

Wenn man zwischen den Zeilen liest, zeigt dies bei dem Opfer eine beeindruckende Fähigkeit, zu vergeben.

Quelle: Ozon/Озон – громадське спостереження’s Facebook
Englisch: http://euromaidanpr.com/2014/05/27/on-truth-and-iniquity-results-of-proceedings-in-the-case-against-mykhaylo-havryliuks-abusers/

On Truth and Iniquity: Results of proceedings in the case against Mykhaylo Havryliuk’s abusers

Today the Pechersk District Court heard  two cases regarding abuse of power and office by internal military officers D.V. Kravets and L.V. Lomonos who,  in performance of their duties, committed unlawful acts degrading human dignity and committed violence and torture against Mykhaylo Havryliuk during the events of Euromaidan. The case resonated widely after a video of the brutal treatment of Havryliuk was made public.

Both court hearings ended with the approval of settlement agreements, a one year probation period with a prohibition against engaging in law enforcement activities, and an obligation to apologize to the victim in writing.

Reading between lines, the case materials reveal an impressive ability to forgive.

Source: Ozon/Озон – громадське спостереження’s Facebook

Translated by Svitlana Gusak, edited by Robin Rohrback

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The Guardian: Hört auf damit, aus der Ukraine einen Konflikt Moskau gegen Washington zu machen

oliverUns wird erzählt, dies sei eine geopolitische Auseinandersetzung statt eines Versuchs von gewöhnlichen Ukrainern, den Oligarchen die Kontrolle über ihr Land wegzunehmen

Oliver Bollough – The Guardian – 19. Mai 2014

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Eine Gruppe von Maidan-Wachen vor dem Parlamentsgebäude in Kyiw Foto: Gail-Orenstein/Demotix/Corbis

Wer behauptet, die Ukraine-Krise sei ein Kampf zwischen Russland und dem Westen liegt falsch. Das ist ein fauler Trick, der von unwissenden Menschen wiederholt wird, aber er verursacht eine echte Tragödie, über die wir alle besorgt sein sollten.

Die Geschichte der Krise der Ukraine begann nicht erst im Februar mit Wiktor Janukowytschs Flucht, sondern im Jahr 1991 mit der Unabhängigkeit. Wild entschlossen, dem Kommunismus ein Ende zu setzen, verkauften Privatisierer die staatlichen Vermögenswerte so schnell wie sie konnten. Es kümmerte sie nicht, wer was bekam; sie wollte nur, dass es ausschließlich Privateigentum gab. Sie dachten, die neuen Besitzer würden auf ihre Rechte bestehen und damit eine stabile Gesellschaft erschaffen, die von einem Rechtsstaat regiert wird.

Es war der Westen, der diesen Traum zerstört hat. Indem sie ihren Reichtum ins Ausland verschoben – nach Österreich, in die Karibik oder die verschiedenen Steueroasen unter britischer Herrschaft – konnten ukrainische Immobilienbesitzer sich westliche Eigentumsrechte zunutze machen,und gleichzeitig vom Chaos zu Hause profitieren. Das stellte die Berechnungen der Privatisierer auf den Kopf.

Die ukrainischen Industriebranchen schnappten sich Insider, insbesondere die mächtigen Business-Clans in den Städten Donezk und Dnipropetrowsk. Sie kämpften um die Kontrolle der Regierung in Kyiw, aber alle hatten das gleiche grundlegende Interesse: das Chaos zu verewigen. Je länger die Ukraine im Chaos war, desto reicher wurden sie.

Da ging es nicht um Russland gegen den Westen; jeder machte mit. Schauen Sie auf die unnötige von Dmitry Firtasch im Jahr 2004 gegründete Vermittler-Firma, die Gas aus Russland kauft und in der Ukraine verkauft und damit mehr als 600 Millionen Dollar im Jahr macht. RosUkrEnergo war ein West-Ost-Joint-Venture: Die Hälfte gehörte der russischen Gazprom, die anderer Hälfte einer österreichischen Bank. Jeder Dollar, der damit verdient wurde, war ein Dollar weniger für die Ukrainer.

Einige wollen Sie glauben machen, Janukowytsch sei ein demokratischer, pro-russischer Präsident gewesen, der von westlichen Spionen gestürzt wurden – aber er “besaß” seine Paläste und seinen Jagdsitz über das britische Unternehmen Shell, und die Vermögenswerte seines Sohnes waren in den Niederlanden und der Schweiz registriert. Die Ukraine war ein moderner Prometheus, gefesselt an den Boden, während die Geier aller geopolitischen Überzeugungen kameradschaftlich seine Leber pickten.

Die Korruption war obszön. Die Ukraine besitzt Europas zweithöchste HIV-Rate, mit 230.000 mit dem Virus infizierten Ukrainern, jedoch wurde 2012 und 2013 mehr als ein Fünftel des Budgets für anti-retrovirale Medikamente durch manipulierte Auktionen unterschlagen, Anti-Korruptions- Aktivisten schätzen, dass 30% des jährlichen Beschaffungsbudgets gestohlen wurde: das sind 15 Milliarden Dollar im Jahr, die gleiche Summe, die die Ukraine nun vom IWF erbetteln muss. In den drei Jahren von Janukowytschs Herrschaft wurde sein Sohn zum zweitreichsten Mann der Ukraine. Und Janukowytsch inhaftierte Julia Tymoschenko, eine politische Rivalin, die gegen ihn als Präsidenten kandidiert hatte, um zu zeigen, wie stark er war.

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How separatism was tamed in Kharkiv

 

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Ukrainian flags in front of the Kharkiv Oblast State Administration

The pro-Russian movement in Kharkiv is disorganized and blocked, local officials report. There is calm in the city. Leaders of the anti-Maidan, who are currently in hiding, claim the calm is but a temporary phenomenon.

Instead of several thousand people, only several dozen — a hundred at most — get together on a daily basis. Buses no longer arrive in the city from Russian Belgorod or from Crimea or Donbas filled with people used as “extras” in the aggressive crowds that as recently as March and April moved around with no opposition from law enforcement in the center of the city and attempted in various ways to pound the “banderite” idea out of the heads of the supporters of united Ukraine.

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A 12-year-old boy, called the Child of Maidan, exchanged his childhood for war

 

 

 

His photos have circulated throughout the world press. Meanwhile, in his homeland, he is still known as a juvenile delinquent. The 12-year-old Roma Saveliev is referred to as the Child of Maidan and the Ukrainian Gavroche. During the clashes in the center of Kyiv, he was breaking fiercely into the battle.

His current lifestyle is out in the open air, next to an old laptop. Over and over, he watches the videos of the brightest moments of his life: “When I am watching them, I am wondering when will this ever happen again.”

Two and a half months ago, these frames shook the world. A 12-year-old child in homemade armor, fighting not for life, but till death in the midst of gunfire and fumes from the tear gas. Continue reading

Der deutsche Fernsehkanal ARD manipulierte die Aussagen eines Aktivisten über die Erschießungen auf dem Majdan

Quelle: MediaSapiens/Telekrytyka, 30.4.2014

Die ARD zeigte im April 2014 eine fast sensationelle Reportage über die angebliche Beteiligung der heutigen ukrainischen Regierung an der Massenerschießung auf dem Majdan. Diese Nachricht wurde von den russischen Medien sofort übernommen, um damit nachzuweisen, dass die ukrainische Regierung „lüge“. Der Zeitung „Medienkritik“ (ukr. „Telekrytyka“) ist es gelungen, einen der Hauptzeugen der Reportage ausfindig zu machen. Dieser erklärte, dass die Reportage nichts anderes sei, als eine Reihe von manipulierten und verdrehten Informationen.

Serhij Bordjuh, Majdan-Aktivist, war einer der Hauptzeugen, den das ARD-Team befragte. In seinem Brief, den er am 27. April 2014 an die ARD geschickt hat, wies er darauf hin, dass zahlreiche Informationen in der Reportage verdreht wurden. Stand 30. April erhielt er diesbezüglich keine Stellungnahme von der ARD.

„Ich möchte Ihnen hiermit mitteilen, dass die Tatsachen in der Reportage verdreht wurden und dazu führen, dass man falsche Schlussfolgerung zieht, die mit der Realität nichts zu tun haben,“ – schrieb der Aktivist im Brief. Er hat bereits gegenüber der ARD, die eine interne Untersuchung dieses Falles eingeleitet hat, mündlich ausgesagt. Es ist noch nicht bekannt, zu welchen Ergebnissen die Untersuchung kam, und ob die Ergebnisse öffentlich bekannt werden.

Bordjuh war einer der Initiatoren, die sich dafür einsetzten, Beweismaterialien über die Erschießung der Majdan-Demonstranten sicherzustellen und Ermittlungen darüber einzuleiten. Heute arbeitet er als unabhängiger Experte mit der Generalstaatsanwaltschaft an diesem Fall weiter.

Die ARD-Reportage, im Rahmen derer er das Interview dem ARD-Journalisten Stephan Stuchlik gab, wurde am 10. April in der Sendung Monitor (mit russischen Untertiteln) gezeigt. In der Reportage  wurde behauptet, dass es „viele Spuren“ gibt, die darauf hindeuten, dass die ehemalige Opposition, die nach der Flucht von Janukowytsch an die Macht kam, an der Erschließung von Demonstranten beteiligt war.

Obwohl es viele Fragen zu den offiziellen Ermittlungen gibt, beinhaltet die ARD-Reportage, nach Meinung des Majdan-Aktivisten, viele verdrehte und verzerrte Informationen, die in der vorliegenden Tabelle aufgelistet sind. Continue reading