Nadja Tolokonnikowa: Putin hat Angst vor einer echten Opposition – wie er Angst vor Pussy Riot hatte

Kommentar von Nadja Tolokonnikowa, erschienen in The Guardian am 18. Juni 2014 (Übersetzung)

10390076_711106865613981_4914712596510624996_aEr hat gerade die Krim erobert. Er hat sich selbst zum Einiger proklamiert. Aber Wladimir Putins Einmischung in die Wahlen ist ein weiteres Zeichen dafür, dass seine Macht nicht so bedingungslos ist, wie er gerne glauben macht

Nachdem wir aus dem Gefängnis freigelassen wurden, haben Mascha Aljochina und ich ernsthaft darüber diskutiert, ob wir uns in der institutionellen Politik versuchen sollten, und dachten nach über eine Kandidatur bei den Wahlen für die Moskauer Stadtduma nach (die am 14. September sein werden). Aber nachdem wir ein “schweres Verbrechen” begangen haben, dürfen wir nach russischem Recht 10 Jahre nicht bei einer Wahl kandidieren.

Ende letzten Monats kündigten Nikolaj Ljaskin und Konstantin Jankauskas ihre Kandidatur für die Moskauer Stadtduma an. Sie gehören zu den stärksten Oppositionskandidaten, und ich kenne sie seit Jahren. Sie wissen, wie man sich in einem guten Kampf stellt. Continue reading

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Nadia Tolokno, Member of the Russian Group Pussy Riot, Visited Kyiv

I was in Kyiv. To anyone who hasn’t yet been there – I advise you to go. Especially if you claim to have an opinion about Kyiv.  As they say, one look is worth a thousand words.

On the eve of my trip to Kyiv I asked my internet-kitties on Twitter the following question: Can anyone give me instances of any recent violence by extremists in Kyiv? On March 29, on the eve of my departure for Kyiv, Putin in a telephone call to Obama had specifically complained about rampages by extremists. I did not get a single response to my question. The masses of Kremlin trolls who swamp my account, didn’t manage to deliver. Poor things.

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