Stepan Bandera, das Faschismuskonzept, das „Weimarer Russland“ und die antiukrainische Propagandakampagne des Kremls

Voices of Ukraine

Interview von Leonid Ragosin („Slon“, Moskau-Köln-Kiew) mit Andreas Umland (Kiewer Mohyla-Akademie).

via Ukraine-Nachrichten

L.R.: Im russisch-ukrainischen Konflikt nennen sich alle gegenseitig Faschisten. Wie soll man das verstehen?

A.U.: „Faschismus“ wird oft einfach als Schimpfwort verwendet. Manchmal verstehen ausgerechnet jene, die dieses Konzept besonders häufig verwenden, am wenigsten dessen Bedeutung. Natürlich gibt es auf beiden Seiten Politiker, deren Äußerungen man tatsächlich auf den Faschismus beziehen kann. Doch sind das nur einzelne Figuren. Der Faschismus ist ein komplizierteres Phänomen als eine unappetitliche Form von Nationalismus. Sein grundsätzlicher Gedanke ist die Neugeburt, Erwachung, Reinigung und Auferstehung der Nation unter radikal antiegalitären Vorzeichen, eine extreme Form von – contra Ernst Nolte – Transzendenz alles vorher Dagewesenen. Keine Restauration, sondern eine allumfassende Palingenese; keine Reaktion, sondern gezielte Aktion. Die faschistische Idee ist sowohl pathologischer als der restaurative Imperialismus Putins, als auch extremer als der radikale ukrainische Befreiungsnationalismus. Weder das eine noch das andere sollte ohne…

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Four Myths about Stepan Bandera

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by Artyom Krechetnikov, BBC Russia, Moscow

The figure of Stepan Bandera is once again in the spotlight, in connection with the revolutionary developments in Ukraine. Moscow commentators and participants of pro-Russian demonstrations in Crimea call the new government of Ukraine “Banderites” after Stepan Bandera, portraying  him as the devil incarnate.

In the estimations of observers, the followers of of the leader of OUN/UPA constitute only one minute segment of the “Orange” movement, but they attract a lot of attention because of their radicalism and excess. In real politics, they do not have any chance of affecting the policies of the government. This is just a scare tactic meant to discredit the proponents of European Orientation.

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